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Brasilien

Viva Brasil

Brasilianische Lebensfreude zu genießen, geht ganz einfach: Ohne großen Aufwand einen guten brasilianischen Wein ins Glas eingießen, dazu etwas „Feijoada“ auf die Teller. Fertig ist der perfekte Genuss.

Aufklärungsarbeit scheint nötig, denn Untersuchungen zu Folge „würden 99 Prozent der Menschen auf der Straße sagen, dass sie noch nie einen brasilianischen Wein probiert haben“ – ist doch Brasilien eher für den Export von Weltfußballern oder Kaffee bekannt. „Wir sind wegen der Auswahl der Weine gekommen, wir haben bisher nur ganz wenig oder fast gar nichts gehört und geschmeckt“, bestätigten dannn auch immer häufiger Gäste von Verkostungen.

Dabei ist mit Wein aus Brasilien zunehmend zu rechnen: Mit viel Engagement der brasilianischen Winzer gewinnt er an Interesse und Potential. Derzeit liegt die Anbaufläche bei ungefähr 88000 Hektar (62000 Hektar 2003), sie wuchs in den vergangenen vier Jahren um 42 Prozent, das liegt über dem Wachstum aller anderen Länder der neuen Welt. Erst seit acht Jahren exportieren die Produzenten Ihren Wein, dessen Basis vor rund 100 Jahren von italienischen Einwanderern gelegt wurde. Zu den fünf Weinanbaugebieten zählt zum Beispiel Campanha im äußersten Süden des Landes, das von der kalifornischen Universität vor Jahren zu einem der drei besten der Welt ausgezeichnet wurde.

Im Vale do Rio São Francisco sind mindestens zwei Ernten pro Jahr möglich, denn das am achten Breitgrad liegende Gebiet, ist das äquatornächste der Welt. Im Gamay ist übrigens aufgrund der geografischen Lage weltweit die erste Weinernte des Jahres möglich. Der brasilianische Präsident setzt auf den „Lote 43“ eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot der Miolo Wein Gruppe, der auf einer bestimmte Parzelle im Vale dos Vinhedos wächst: Der Topseller zeigt eine intensive Frucht mit Leder, Tabak und Minze bei angenehmen reifen Tanninen. Die internationalen Weinprämierungen geben den Produzenten recht in ihrem Qualitätsbestreben. Gewannen sie doch zum Beispiel auf der Anuga im vergangenen Jahr 14 Prozent aller Medaillen. Bei einem Vergleich mit chilenischen und argentinischen Weinen, erhalten die Brasilianer bei Verkostungen sogar gleichwertige Beurteilungen. „Die brasilianischen Wein haben einen sehr eigenen Charakter und sind bisweilen nicht so Bomben wie die Chilenen. Außerdem sind die Böden oft sehr mineralisch wie im Vale dos Vinhedos, das für Merlot prädestiniert erscheint“, erläutert Michèle Fritzsche,von der Importfirma „Wein-Brasilien“,  ihr Lieblingswein aus dem eigenen Sortiment stellt allerdings Espumante Rosé von Casa Valduga dar: „Das ist Genuss für mich.“  

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(Nur für Fachhändler möglich)

 

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